Taufe und Konfirmation

gehören zusammen.
Oft machen wir uns das gar nicht bewusst.

Konfirmation hat etwas mit Taufe zu tun!
In der Regel werden Säuglinge getauft.
In der Regel kommt niemand zum Konfirmandenunterricht, der nicht bereits getauft ist.
Warum das so ist, ist uns oft nicht klar.

Zu Zeiten der ersten Christen – wir lesen das schon in der Bibel – wurden vor allem Erwachsene getauft. In den Zusammenhängen wird deutlich, dass diese Menschen von Gott und Gottes Sohn Jesus gehört hatten. Sie lasen in der Heiligen Schrift, wurden über vieles unterrichtet – sie erhielten Taufunterricht. Und dann, als Schlusspunkt, wurden sie getauft.

Taufschale und Krug St. Stephanus Kapelle GrußendorfTaufe
… das bedeutet das bewusste sich Hineinbegeben in den Machtbereich Gottes. In seinen Schutz. Auch wenn wir es oft nicht so recht auszudrücken wissen, was das konkret bedeutet, so ist damit doch die Hoffnung auf eine gewisse Hilfe und Sicherheit verbunden, die über unsere eigenen Grenzen und Möglichkeiten hinausgeht.

Warum sollte das nur für Erwachsene gelten? Was war mit den Kindern? So ging man nach und nach zur Säuglingstaufe über, weil Säuglinge ebenso in Gottes Schutz und Machtbereich gehören. Das, was es bedeutet, Christ zu sein, sollen neben den Eltern auch die Paten vermitteln. Der Taufunterricht folgt, wenn die getauften Kinder Jugendliche sind und sich mit Gott, Gottes Wort und dem Gemeindeleben auseinandersetzen können.

Weil dieser nachgeholte Taufunterricht damit abschließt, dass die Jugendlichen bestätigen, dass sie – jetzt aus eigenem Willen – zur Kirche und zu Gott dazu gehören möchten, feiern wir abschließend den Bestätigungsgottesdienst.

Den kennen Sie nicht? Klar kennen Sie den! Bestätigen kommt aus dem Lateinischen und heißt confirmare.Wir feiern Konfirmation. Konfirmandenunterricht, das ist Taufunterricht! Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe!

Deshalb können auch Nicht-Getaufte am Konfirmanden-Unterricht teilnehmen.
Es ist Taufunterricht! Diese Jugendlichen erleben es dann in der ursprünglichen und im Grunde richtigen Reihenfolge: Erst die Begegnung mit Gott / Gottes Gemeinde und dann die Taufe. Sie können dann in die Gemeinde aufgenommen und getauft werden.

Die Konfirmanden, die bereits als Säuglinge oder Kinder getauft wurden, bestätigen also nach dem Ende der Konfirmandenzeit ihre Taufe – und darum feiern wir Konfirmation. Die, die noch nicht getauft sind, werden im Konfirmationsgottesdienst getauft – und sind so dem Ursprung besonders nah!

Konfa3Konfirmation = Taufbestätigung.
Das ist nicht nur traditionell so, dass ist auch inhaltlich richtig. Freuen wir uns an denen, die bewusst sagen: „Wir wollen zur Gemeinde Gottes gehören!“